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Ausbildungsplatzbörse 2012
Die Ausbildungsbörse der Stadt Hürth findet zum 15. Mal im Goldenberg Europakolleg im Stadtteil Alt-Hürth statt. Ihr Motto lautet: Future to go!

Der Termin:
Samstag, 11. Februar 2012 von 9 bis 14 Uhr.


Die Beratungsteams des Berufskollegs informieren über die Bildungsgänge des beruflichen Gymnasiums im Bereich Gestaltung, Technik und Naturwissenschaften. Diese Kurse führen zur allgemeinen Hochschulreife (Abitur) bzw. zur Fachhochschulreife (Fachabitur) und stellen eine immer beliebtere Alternative zur G8-Oberstufe des Gymnasiums und der gymnasialen Oberstufe der Gesamtschule dar.




Weitere Informationen zur 15. Ausbildungsbörse der Stadt Hürth finden Sie hier.
http://www.huerth.de/rathaus/aktuelles/ausbildungsplatzboerse/ausbildungsboerse_auf_einen_blick.php



Die Gestaltungstechnischen Assistenten machen schon wieder „Theater“

Zweiter Workshop von „Kultur und Schule“ am Goldenberg Europakolleg

Nach dem gelungenen Projektauftakt im Dezember fand Ende Januar das zweite Treffen der GTAM mit der Theaterpädagogin Katja Mengeringhausen statt. Nachdem es im letzten Jahr um das aktive Kennenlernen von Schauspielerei ging, arbeiteten die Schülerinnen und Schüler bei diesem Treffen bereits auf eine Aufführung hin.

„Du musst auch immer Brecht haben!“ ist der Titel des im Rahmen von „Kultur und Schule“ durchgeführten Projekts. „Du musst auch immer Text haben!“ hätte der Arbeitstitel des Nachmittags lauten können, denn die 19 Schülerinnen und Schüler durften am eigenen Leibe erfahren, dass Theater nicht nur Körper und Stimme beansprucht, sondern eben auch Geist und Feder. In diesem Sinne wurden Ideen verschriftlicht, Texte und Textfragmente individuell überarbeitet und für die eigene Rolle angepasst.

Damit jedoch der Spaß am Spiel nicht verloren geht, führten die Arbeitsgruppen die Ergebnisse der Arbeit in einer abschließenden Präsentation vor. Gelacht wurde hier zum Beispiel über Sümmeye Eksis gekonnte Interpretation von „kölschem Platt“ in der Rolle eines Arbeitssuchenden und Joelle Münters Art, ihre Auslegung eines herrschsüchtigen Akademikers vor dem aufgewecktem Publikum darzustellen.




Blutspendeaktion 2012 am Goldenberg Europakolleg in Hürth

Viele Jugendliche spenden zum ersten Mal

Es ist acht Uhr am Morgen. Es klingelt zur ersten Stunde. Zu beobachten ist folgendes: Im Lehrerzimmer tummeln sich Schüler, Computer in roten Kisten und Druckerstationen werden aufgebaut. Im Atrium und auf den Fluren wimmelt es von Schülern, die sich nicht wie üblich beeilen, den Klassenraum pünktlich zu erreichen.

Keiner der am Goldenberg Europakolleg beschäftigten Lehrer ärgert sich heute über „Zuspätkommer“. Denn all das ist heute entschuldigt. Die fehlenden Schüler zeigen sogar besondere soziale Verantwortung: Sie spenden Blut.

Einmal im Jahr leisten der Blutspendedienst West des Deutschen Roten Kreuzes, ehrenamtliche Mitarbeiter des Stadtverbandes Hürth sowie die Leitung des Goldenberg Europakollegs organisatorische Höchstleistungen: „Blutspenden in Schulen sind immer mit Mehraufwand verbunden,“ erklärt die ehrenamtliche Blutspendebeauftragte Inge Stiller, fügt jedoch begeistert hinzu „aber es lohnt sich. Wir wollen die volljährigen Schüler an den Schulen schließlich für uns gewinnen.“

Für sich gewonnen hat das DRK an diesem Donnerstag zum Beispiel Christina, Hannah, Isabel und Annika aus der Fachoberschule für Gestaltung. Alle vier spenden heute zum ersten Mal ihr Blut. Dabei machen die Oberstufenschülerinnen ganz unterschiedliche Erfahrungen.

Christina kommt als erste etwas blass zurück in den Klassenraum. Die Angst vor der Nadel wurde ihr jedoch vom medizinischen Personal genommen. „Es war gar nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte!“ Annika fand die Kanüle jedoch eher „etwas zu groß“. Isabel wurde aus Gesundheitsgründen heute leider nicht zur Spende zugelassen. „Das wird aber nachgeholt.“ kündigt sie an.

Hannah hingegen erklärt enthusiastisch: „Das war sehr spannend! Ich dachte schon, dass ich nicht spenden darf, weil ich meinen Personalausweis vergessen habe. Aber zum Glück habe ich dann im Sekretariat eine Art Schulstammbaum bekommen, den ich vorzeigen konnte.“ 

Dass sie zuvor eigentlich vor Aufregung ganz aufgelöst war, erwähnt sie lediglich in einem Nebensatz. Dabei spielt Maik Jabs (21) eine Rolle, der über den Bundesfreiwilligendienst ein soziales Jahr beim DRK macht. Hannah meint: „Der war so nett, dass die ganze Anspannung sofort weg war!“

Hannah erklärt, wie viele andere Erstspender heute, dass sie vor allem aus sozialer Verantwortung Blut gespendet hat. Die vier Mädchen der Fachoberschule sind sich auf jeden Fall einig: „Jeder, der in die Situation gerät, auf Blutspenden angewiesen zu sein, ist froh, wenn die eigene Blutgruppe vorhanden ist!“

Schüler, die am Standort Wesseling unterrichtet werden, haben sich ebenfalls auf den Weg zur Blutspende gemacht. Darunter sind Chemikanten, Chemielaboranten, Elektroniker für Automatisierungstechnik sowie Berufsfachschüler, die in Wesseling ihr Fachabitur mit dem Schwerpunkt Naturwissenschaften erlangen.

Inge Stiller freut sich über die Zahlen der diesjährigen Aktion: 116 Spender, davon 61 Erstspender sind ein außerordentlich gutes Ergebnis – vor allem, wenn man bedenkt, dass momentan in vielen Blockklassen die Unterstufe anwesend ist, in der viele Schüler noch nicht volljährig und damit nicht zur Spende zugelassen sind. Für alle Blutspende-Interessierte fasst Inge Stiller die wichtigsten Grundregeln zusammen: „Ihr müsst über 18 sein und euch ausweisen können. Ganz wichtig: ausreichend frühstücken und eine Stunde vor der Spende nicht rauchen. Diese Vorgaben dienen eurer eigenen Gesundheit – und die ist uns schließlich wichtig! “



Generationenwechsel in Hürther Berufsschule

Neues Förderkonzept für Industriemechaniker

Ende Januar vollzieht sich im Goldenberg Europakolleg in Alt-Hürth ein Generationenwechsel. Egon Conzen, der den Bildungsgang der Industriemechaniker sowie die Fachschule für Technik leitet, geht mit 64 Jahren in den Ruhestand. Der Berufsschullehrer gehörte für die CDU über 35 Jahre dem Rat der Stadt Hürth an.

Die neuen Bildungsgangsleiter sind bereits in den Startlöchern. Bei den Industriemechanikern hält ab Februar Bernd Stolzis die Geschicke in der Hand. Der 47-jährige Fachlehrer für Maschinenbau und Fertigungstechnik ist der Hürther Schule bereits seit seinem Referendariat verbunden. Obwohl er nach seinem zweiten Staatsexamen zunächst an einem Berufskolleg in Hennef anfing, als Lehrer zu arbeiten, wechselte er 2004 wieder an das Goldenberg Europakolleg und verstärkt seither das Team rund um die Industriemechaniker.

Bernd Stolzis und Industriemechaniker

Es wird sich einiges tun im Bildungsgang. Stolzis, der selber eine Ausbildung zum Feinmechaniker bei der Leybold AG, damals noch Leybold Heraeus, absolvierte, hat zusammen mit seinen Kollegen ein Förderprogramm entwickelt. Angeregt durch Gespräche mit Ausbildern aus den Betrieben verankerten sie feste Fördereinheiten im Stundenplan. Hier können die Schüler gezielt Schwächen aufarbeiten beispielsweise in Mathematik und Technischer Kommunikation. Die Förderstunden kommen bei den Schülern gut an. So meint Oliver Haurand (23), Industriemechaniker-Azubi bei LyondellBasell: „Es ist praktisch, die Mathematik-Grundlagen wieder aufzufrischen, damit man sich bei wichtigen Rechnungen auf das Wesentliche konzentrieren kann und nicht schon bei der Formelumstellung scheitert.“

Ein weiterer Pluspunkt der Industriemechaniker-Ausbildung am Goldenberg Europakolleg ist die Doppelqualifikation. Während der Zeit ihrer Ausbildung können die Schüler neben ihrem Berufsabschluss zusätzlich die allgemeine Fachhochschulreife erlangen. Auch dafür stellt die Schule zusätzliche Unterrichtsstunden und Lehrerstellen zur Verfügung.

Stolzis sieht seiner neuen Aufgabe voll Tatendrang entgegen: „Ich habe einige Ideen, um den schulischen Teil der Industriemechaniker-Ausbildung zu optimieren. Und bin gespannt, wie sie sich umsetzen lassen.“

In der Fachschule für Technik übernimmt ab Februar Frank Assmacher (56), Fachlehrer für Konstruktionstechnik, die Leitung. Die Schule mit der Fachrichtung Maschinentechnik bietet Berufstätigen die Möglichkeit, eine gehobene berufliche Qualifikation zu erwerben: Staatlich geprüfter Techniker. Damit erhalten sie die Fähigkeit, verantwortliche, mittlere Führungsaufgaben in Industrie und Handwerk zu übernehmen. Darüberhinaus ist es möglich, in der Fachschule für Technik die allgemeine Fachhochschulreife zu erlangen.

Diesen zusätzlichen Abschluss nutzen einige Fachschüler und beginnen anschließend ein Maschinenbaustudium an den Fachhochschulen Köln oder Jülich. Das freut Frank Assmacher, der beim alljährlichen Weihnachtstreffen der Fachschule auf ehemalige Schüler trifft und so erfährt, wie es ihnen nach ihrer Zeit am Goldenberg Europakolleg ergangen ist. „Die Fachschule für Technik stellt für viele einen richtigen Karrieresprung dar. Gerade jetzt, wo Ingenieure in vielen Bereichen fehlen, können unsere staatlich geprüften Techniker diese Lücke füllen. Kein Zweifel, unsere Absolventen sind gefragt.“


Theater-Projekt der Gestaltungstechnischen Assistenten läuft an

Schüler erwecken Abitur-Pflichtlektüre auf der Bühne zum Leben

Die Mittelstufe der Gestaltungstechnischen Assistenten (GTAM) am Goldenberg Europakolleg strebt dieses Jahr auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Unter der Leitung von Theaterpädagogin Katja Mengeringhausen planen die Schülerinnen und Schüler, im kommenden Sommer eine Theaterperformance durchzuführen. Das Motto „Du musst auch immer Brecht haben!“ lässt sich auf die diesjährige Pflichtlektüre zurückführen: In der Klasse 12 steht für die Gestaltungstechnischen Assistenten „Die Dreigroschenoper“ von Berthold Brecht an. Derart spielerisch nähern sich die Jugendlichen sonst nicht den vom Lehrplan für das Zentralabitur vorgegebenen Theaterstücken.

Übungen zur Körperwahrnehmung

Katja Mengeringhausen arbeitet seit Jahren freiberuflich als Theaterpädagogin an Schulen in Münster. Das Goldenberg Europakolleg ist jedoch das erste Berufskolleg, mit dem sie kooperiert. „Das Arbeiten mit der Gruppe macht echt Spaß! Da merkt man richtig, dass die Klasse auch sonst kreativ ist.“

Der Einstieg in das Theater-Projekt erfolgte innerhalb eines zweitägigen Workshops. Die Jugendlichen haben in praktischen Übungen gelernt, ihren Körper wahrzunehmen und wie man beispielsweise einen Dialog alleine durch das Aussprechen von Zahlen führen kann.

„So gut habe ich mir das nicht vorgestellt!“ war eine häufige Aussage in der abschließenden Blitzlichtrunde. Ein weiterer Termin ist für Januar geplant. Dann steht unter anderem eine vertiefte Arbeit mit Videoprojekten auf dem Programm, die bis dahin im Fach Grafikdesign erstellt werden.


Theaterpädagogin Katja Mengeringhausen aus Münster

Teilen wird zur Tradition

Wesselinger Schüler unterstützen die Tafel ihrer Stadt

Wesseling. Schon zum dritten Mal – und damit ist es im Rheinland Tradition – hat eine Klasse des Goldenberg Europakollegs Weihnachtspäckchen für die Wesselinger Tafel gepackt. Die jungen Leute sind Teilnehmer einer berufsvorbereitenden Maßnahme beim IB Wesseling und wollen am Goldenberg Europakolleg einen weiteren Schulabschluss erreichen. Im Unterricht haben sie von der Arbeit der Tafeln erfahren und beschlossen, Familien aus Wesseling ein schöneres Weihnachtsfest zu ermöglichen. „Auch wenn wir nicht so viel haben, geht es uns doch noch richtig gut.“, meinte ein Schüler. Damit wollen sie auch ein Vorbild für zukünftige Klassen sein.

Wesslinger Tafel-Aktion 2011



Pilotprojekt Gabelstaplerschein erfolgreich

Hürther Schüler weisen ein Plus bei Bewerbungen vor

Von der Kooperation zwischen dem Goldenberg Europakolleg und der DEKRA Akademie GmbH Brühl profitieren die ersten Jugendlichen. So halten nun die ersten fünf Schüler aus dem Bereich der Berufsorientierung (BO) das Zertifikat „Gabelstaplerfahrer mit DEKRA-Fahrerausweis“ in den Händen. Die Ausbildungsinhalte der dreitägigen Fortbildung sind:

·  Rechtliche Grundlagen

·  Unfallgeschehen

·  Aufbau und Funktion von Flurförderzeugen und Anbaugeräten

·  Standsicherheit

·  Umgang mit Last

·  Fahrübungen nach BGG 925

Über die Aneignung praktischer Fähigkeiten und theoretischen Wissens rund um den Umgang mit dem Fahrzeug hinaus, ist der Gabelstaplerschein für die Schüler eine wichtige Zusatzqualifikation. Der „Schein“, den die Schüler durch eine theoretische und praktische Prüfung erwarben, stellt einen Pluspunkt im Bewerbungsverfahren um begehrte Ausbildungsplätze in den Bereichen Lager, Verkauf und Logistik dar. Onur U. (18), Teilnehmer am Pilotprojekt, geht die Lehrstellensuche nun motivierter an: „Ich bin sicher, dass mir der Staplerschein hilft, einen Ausbildungsplatz als Fachlagerist zu bekommen.“

DEKRA Gabelstaplerführerschein 2011

Als der kommissarische Schulleiter des Goldenberg Europakollegs, Karl-Wilhelm Friedrich, von dem Angebot der DEKRA Akademie hörte, wusste er sofort, dass dies das Richtige für seine BO-Schüler ist. In diesem Bildungsgang befinden sich viele Hauptschüler, die bei der Bewerbung um Ausbildungsstellen häufig das Nachsehen haben. „Mit dem Gapelstaplerführerschein stellen sie über den Unterricht hinausgehendes Engagement, praktische Fertigkeiten und Zielstrebigkeit unter Beweis.“

Für die Schüler des Goldenberg Europakollegs sind weitere Qualifizierungsmaßnahmen fest eingeplant. Die DEKRA Akademie bietet diesbezüglich  ein breites Spektrum an. Nähere Informationen unter: www.dekra-akademie.de



Europäischer Markt der Möglichkeiten

Projektwoche am Goldenberg Europakolleg Hürth endet mit Tag der offenen Tür

Hürth. „Gerade in der aktuellen Eurokrise ist es wichtig, den europäischen Gedanken hoch zu halten.“ Mit diesen Worten lobt Axel Voss, Europaabgeordneter der CDU für die Region Mittelrhein, die Europa-Projektwoche am Goldenberg Europakolleg, die unmittelbar an die Herbstferien anschloss.



Die Woche gipfelte in einem Tag der offenen Tür, feierlich eröffnet vom Hürther Bürgermeister Walther Boecker. Schülerinnen und Schüler aller Bildungsgänge stellten ihre Arbeitsergebnisse auf einem Markt der Möglichkeiten vor.

Die beiden Organisatoren der Europawoche, Stefan Wilhelmi und Ingo Schlierbach, freuen sich, dass eine große Zahl von Schülerständen auf dem Markt vertreten waren. „Die Schüler informieren über Vielerlei – von A wie Alphabete in Europa bis Z wie Zahlungsmittel. Die Aula platzt schon aus allen Nähten, wir mussten sogar auf die Galerie und angrenzende Klassenräume ausweichen. In der Sporthalle findet dann das Spiel „Europa ohne Grenzen“ statt.“

Jean Péré von der Mobilitätsberatung der IHK Köln informierte in seinem Vortrag „Fit für das Ausland“ über die Möglichkeit, dass Auszubildende einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland absolvieren. Der gebürtige Franzose hat selbst seine Ausbildung zum Übersetzer in Köln abgeschlossen und ist dann in Köln hängen geblieben, weil die Stadt „einfach cool ist“. Ebenfalls positive Erfahrungen in ihrem Auslandsaufenthalt hat Göntje Gust (25) von „Studienscout NL“ gemacht; aus dem Münsterland stammend studierte sie Wirtschaft im niederländischen Leeuwarden.



Sie informierte die Oberstufenschüler der sechs Abitur- bzw. Fachabiturbildungsgänge des Goldenberg Europakollegs über Studienmöglichkeiten in den Niederlanden. „Ein Studium in den Niederlanden bietet einige Pluspunkte. Neben dem Erlernen einer weiteren Sprache stehen euch nach dem Studium zwei Arbeitsmärkte offen.“
Dazu passte, dass direkt neben dem Infostand von Studienscout NL Schüler aus der Klasse der Gestaltungstechnischen Assistenten einen Schnupperkurs in Niederländisch anboten.

Lucie Schilling (18), Mittelstufenschülerin, lernt seit einem Jahr Niederländisch am Goldenberg Europakolleg und überlegt, nach ihrem Abitur in den Niederlanden zu studieren. „Architektur interessiert mich. Durch die Leistungskurse Gestaltungstechnik und Englisch und den Grundkurs Niederländisch bringe ich bereits gute Vorkenntnisse für ein erfolgreiches Studium im Ausland mit.“ In einem persönlichen Gespräch gab Göntje Gust ihr Tipps, wie sie ihr Studium in Holland finanzieren kann.

Besonderen Anklang fand das Improvisations-Theater zum Thema „Begegnungen in Europa“, das Gestaltungslehrerin Anna Reuter mit Schülern aus verschiedenen Gestalterklassen organisierte. Die während der Projekttage zuvor durchgeführten Improvisationsübungen zur Stimmbildung und Körpersprache zahlten sich nun aus: Die Theatergruppe führte zwei Vorstellungen auf, in denen Menschen unterschiedlicher Nationalitäten aufeinander treffen und sich mit Hand und Fuß verständigen. Das führt natürlich zu einigen Missverständnissen und sehr viel Gelächter im Publikum, nicht zuletzt, weil die Schülerinnen und Schüler ihre Rollen mit Klischees und Stereotypen ausgestalteten. Vor allem Vincent Selonke, Gestaltungstechnischer Assistent aus der Unterstufe, überzeugte mit seinem komischen Talent. Der angehende Fachabiturient mit südafrikanischen Wurzeln stellte u. a. einen spanischen Polizisten dar, der sich nicht aus seiner Ruhe bzw. seiner Siesta bringen lässt.

Der emotionale Höhepunkt des Europatages war sicherlich die Verabschiedung der langjährigen EU-Koordinatorin Isabel Jung durch den stellvertretenden Schulleiter Karl-Wilhelm Friedrich.



Isabel Jungs Engagement hat maßgeblich dazu beigetragen, dass das Berufskolleg Anfang 2010 als Europaschule zertifiziert wurde. Die Lehrerin für Englisch, Politik und Gesellschaftslehre wird in den nächsten drei Jahren mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Chile leben. Dort werden sie an der deutschen Schule in Valparaíso tätig sein. „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinendem Auge. Vor allem die fruchtbare Arbeit im EU-Team und die Begegnung mit unseren Austauschpartnern werden mir fehlen.“


Sportliches Europakolleg

Goldenberg Europakolleg Hürth trifft Kooperationsvereinbarung „Schulen in Bewegung“ mit AOK

Ende November unterschrieben der stellvertretende Schulleiter des Goldenberg Europakollegs Karl-Wilhelm Friedrich und Roland Schrey von der AOK Rheinland/Hamburg während einer feierlichen Zeremonie in der Aula des Kollegs in der Duffesbachstraße die Kooperationsvereinbarung  „Schulen in Bewegung“.

Kooperationsurkunde AOK GEK Nov 11

Die Schule für Technik und Gestaltung hat sich das Motto „Gesunde Schule“ schon längst auf die Fahne geschrieben. Die Gesundheitsförderung im Sportunterricht sowie ein Fitnesstest ähnlich dem bekannten Münchner Testverfahren, den die Fachkonferenz Sport auf dem diesjährigen Sportfest anbot, sind beispielhafte zentrale Elemente. Beim AOK-Projekt „Schulen in Bewegung“ handelt es sich um ein Testverfahren, bei dem die beteiligten Schüler die Möglichkeit haben anhand einer anonymisierten Datenbank ihre im Sportunterricht erzielten Werte zu vergleichen; mittels dieses anonymen Rankings fühlen sich die Schüler motiviert, aber nicht öffentlich bloßgestellt oder unter Druck gesetzt.

So sieht das auch die 19-jährige Schülerin des Beruflichen Gymnasiums Sümeyye Eksi: „Ich bin schon sehr gespannt auf meine Testergebnisse. Gut finde ich es, mich so unkompliziert mit anderen Jugendlichen vergleichen zu können.“ Gerade im Lernstress vor dem Abitur werden die neu gewonnenen Erkenntnisse Sümeyye zu Gute kommen, wenn es darum geht, für körperlichen Ausgleich zu sorgen.

Henno Reisinger und Schüler an einer der Tischtennisplatten auf dem Schulhof

Die AOK bietet weiterhin eine Schulauswertung „Wie fit ist das Goldenberg Europakolleg“ samt Präsentation an. Außerdem wird das Lehrerkollegium ein breites Weiterbildungsangebot nutzen können. Darauf freut sich schon Siggi Pranke, einer der Initiatoren der gesunden Schule am Goldenberg Europakolleg: „Man darf nicht vergessen: Das Motto „Gesunde Schule“ gilt nicht nur für unsere Schüler, sondern auch für meine Kollegen und mich. Der sogenannte Lehrkörper muss auch etwas für seine Kondition und Gelenkigkeit tun. Die Schüler sollen ja lange etwas von uns haben.“ Für den Diplomsportlehrer Pranke stellt das Programm „Schulen in Bewegung“ eine optimale Erweiterung des Konzepts der gesunden Schule dar.

Für den angehende Metallbauer Lukas Männel (22) kommt die Goldenberger Initiative zum richtigen Zeitpunkt: „Früher habe ich sehr engagiert Fußball im Verein gespielt. Seit Beginn der Ausbildung vor einem Jahr bleibt mir wenig Zeit dafür.“ Dabei sollten gerade junge Menschen, die ihre ersten Schritte im Berufsleben wagen, Sport weiterhin in ihren Tagesrhythmus integrieren. Sie benötigen einen körperlichen und auch mentalen Ausgleich zu den Anforderungen in ihrer Ausbildung. Das sehen auch viele Ausbildungsbetriebe so. In diesem Zusammenhang wurde bereits Anfang dieses Jahres eine Kooperation zwischen dem Goldenberg Europakolleg und den ausbildenden Betrieben LyondellBasell, Evonik, RWE Power, Shell und INEOS getroffen, da diesen Unternehmen die Gesundheitsförderung ihrer Auszubildenden ebenfalls sehr am Herzen liegt.

Zukünftig soll eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Europakolleg, der AOK und den Unternehmen dafür Sorge tragen, dass den Schülern ein breites Bewegungsprogramm zur Verfügung steht und sie in der Lage sind, im Berufsleben verantwortungsvoll mit ihrer Gesundheit umzugehen.


Ausführliche Beratung am Gestaltertag 2011

Goldenberg Europakolleg informiert über Abiturbildungsgänge

Bereits zum 6. Mal fand am Samstag, 19. November, der Gestaltertag am Goldenberg Europakolleg statt. Fachlehrer und Schüler zeigten Arbeitsergebnisse und berieten Besucher über das Bildungsangebot des Hürther Berufskollegs. Bildungsgangsleiterin Anna Reuter, die Gestaltungstechnische Assistenten zum Fachabitur führt, zeigte sich sehr zufrieden mit den Gesprächen, die sie mit Schülern und Schülerinnen aus Klasse 9 führte. „Sie kommen genau rechtzeitig zu uns, um sich darüber zu informieren, welche Schullaufbahn das Berufskolleg ihnen nach Klasse 10 an Haupt-, Real- oder Gesamtschule bieten kann.“

Laufbahnberatung

Mara (15) und Franziska (16), beide Gesamtschülerinnen aus Erftstadt, bewerteten die Beratung ebenfalls positiv. So Mara: „Ich weiß jetzt schon, dass ich später lieber in einem Beruf arbeiten möchte, in dem Raum für Kreativität ist. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, hier bei den Gestaltungstechnischen Assistenten anzufangen.“

Durch G8, also durch die Neugestaltung des Gymnasium mit der Verkürzung der Schulzeit auf zwölf Schuljahre gelten für Schüler, die vom Gymnasium an das Berufskolleg wechseln wollen, andere Regeln. Sie können bereits nach Klasse 9, nicht wie an den übrigen Schulen der Sekundarstufe I erst nach Klasse 10, in die Oberstufe des beruflichen Gymnasiums des Berufskollegs wechseln. Diese Information erhielt Jannik (16), der die 10. Klasse an einem Gymnasium im Rhein-Erft-Kreis besucht, an seiner Schule nicht. „Am Gymnasium wurde mir gesagt, dass ich erst nach der 10. Klasse ans Berufskolleg wechseln kann. Das stimmt aber gar nicht.“ Nun überlegt der Schüler, ob er im kommenden Sommer den Bildungsgang des Technischen Assistenten mit dem Ziel Abitur beginnen soll. „Mit seinen Leistungskursen Mathematik und Physik ist er an unserer Schule gut aufgehoben“, bestätigt Karl-Heinz Schulz, Fachlehrer für Maschinenbautechnik. „Es ist schade, dass durch G8 so viele Unklarheiten kursieren, deshalb ist es unser großes Anliegen, Schüler und Schülerinnen so früh wie möglich über die Möglichkeiten eines Berufskollegs zu informieren. Für viele Schüler mit ihren Berufswünschen und Neigungen stellen wir eine optimale Alternative zum klassischen Gymnasium dar.“ Dass die Schüler am Berufskolleg erst in Klasse 13 statt wie am neu geordneten Gymnasium in Klasse 12 ihr Abitur erlangen, sieht er nicht als Nachteil. „Im Gegenteil, viele Schüler finden es beruhigend, dass sie für den komplexen Lehrstoff in der Oberstufe mehr Zeit zur Verfügung haben. Nicht umsonst gibt es auch bereits Gymnasien, die über eine Rückkehr zur alten Regelung nachdenken, weil G8 ihre Schüler unter hohen Druck setzt .“

FOS-Schüler zeigen ihre Arbeiten.

Schülerinnen der Gestaltungstechnischen Assistenten beraten Interessierte.

Silvia Schmitz, Bildungsgangsleiterin der Gestaltungstechnischen Assistenten mit dem Ziel der Allgemeinen Hochschulreife (GTA), ist begeistert, dass sich der Gestaltertag auch mehr und mehr zum inoffiziellen Ehemaligentreffen der Schule entwickelt. Sie freute sich über den Besuch mehrerer ehemaliger Schüler und Schülerinnen der letzten Abiturjahrgänge. „Das zeigt mir, dass die jungen Frauen und Männer die Zeit, die sie hier verbracht haben, mit positiven Erfahrungen verbinden.“

Ehemalige Abiturienten des GEK besuchen uns am Gestaltertag.

Die früheren Goldenberger Schüler erzählten von ihren neuen Lebensabschnitten in Ausbildung und Studium. Für Silvia Schmitz sehr interessante Berichte: „Daran sehe ich, dass wir mit unseren Fächern – vor allem im Bereich Gestaltung – den Weg bereiten in die berufliche Zukunft unser Schüler. Wenn Schüler mir erzählen, dass sie im Studium von Anfang an die Fachtermini im Griff haben, weiß ich, dass wir richtig liegen.“ Die Schüler hinterließen auf einem großen Plakat Grüße an alle Lehrer und Lehrerinnen, die sie nicht persönlich antrafen.


Der Puck – Ausgabe vier

Gestaltungstechnische Assistenten entwerfen Preis für Theatergemeinde Köln

Im vierten Jahr in Folge kreierte Gestaltungstechnische Assistenten des Goldenberg Europakollegs die Statuette des Pucks. Der Puck, angelehnt an die Figur aus Shakespeares Mittsommernachtstraum, repräsentiert den Preis für die beste Jungschauspielerin bzw. den besten Jungschauspieler, der alljährlich von der Theatergemeinde Köln vergeben wird. Seit einem halben Jahr wurde dafür im Unterricht konzipiert, entworfen und umgesetzt. Dabei schufen die angehenden Fachabiturienten Kreationen und Kombinationen aus so unterschiedlichen Werkstoffen wie Plexiglas, Speckstein, Holz und Metall.

Am Ende suchte eine Jury der Theatergemeinde Köln aus 18 Schülerarbeiten den Sieger aus. Die Entscheidung fiel erst in letzter Minute am 21. November 2011. In einer kleinen Zeremonie in der Geschäftsstelle der Theatergemeinde wurde der Sieger bekannt gegeben. Über den ersten Platz in der Gunst der Jury durfte sich am Ende Patrick Mazur (17) freuen, dessen Kombination aus Holz, Glas und Edelstahl die Juroren überzeugte. Stolz rief er umgehend seine Mutter an, um ihr von seinem Sieg zu erzählen.

Auf den zweiten Platz folgten die Arbeiten von Alexandra Schwederski und Annette Botulu Alongo.

Der Puck wird am 5. Dezember 2011 während eines Festaktes im Mediapark an die beste Jungschauspielerin bzw. den besten Jungschauspieler überreicht. Die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler können noch bis zu diesem Datum in den Räumen der Geschäftsstelle der Theatergemeinde Köln, Auf dem Berlich 34, besichtigt werden.


„Europa gemeinsam erleben“

Erster Europatag nach Zertifizierung zur Europaschule am Goldenberg Europakolleg Hürth


Hürth. Die erste Europawoche nach der Zertifizierung zur Europaschule eilt mit großen Schritten auf uns zu. Dieses Jahr feiert das Goldenberg Europakolleg in Hürth den alljährlichen Europatag am 10. November 2011 zusammen mit Schülern und Schülerinnen aus unserer Partnerschule in Kouvola/Finnland. Dieser Tag stellt den Abschluss der Europaprojektwoche dar, in der die verschiedenen Bildungsgänge Themen rund um Europa mit ihrem berufsspezifischen Fachwissen erarbeiten werden.

Die ganze Schule steht an diesen Tagen unter dem europäischen Gedanken. Geplant sind vielfältige Workshops zu Europa, Schnupperkurse in Niederländisch und kulinarische Europareisen. Außerdem führen die an den Austauschen beteiligten Lehrer und Lehrerinnen die interkulturelle Vorbereitung für unsere Schüleraustausche nach Finnland, La Palma, Italien und Frankreich durch.


Mit Überschlag in die Ferien

ADAC veranstaltet Fahrsicherheitstraining am Goldenberg Europakolleg Wesseling

Franz Wickerath hat eine Mission: Er will die Verkehrstüchtigkeit junger Fahranfänger erhöhen. Aus diesem Grund haben der ADAC-Schulkoordinator und seine Kollegen auf dem Wesselinger Schulhof einen Überschlagsimulator aufgebaut.



Für die Schülerinnen und Schüler des Goldenberg Europakollegs steht am letzten Schultag vor den Herbstferien ein Fahrsicherheitstraining auf dem Programm, das speziell auf Fahranfänger zugeschnitten ist. Organisiert hat diesen Tag Chemielehrer Thomas Tischler, der seine Funktion als Sicherheitsbeauftragter der Schule sehr ernst nimmt: „Wir sorgen nicht nur für Sicherheit in der Schule, sondern sehen es auch als unsere Aufgabe, Schüler für riskantes Verhalten außerhalb des Schulzaunes zu sensibilisieren.“

Franz Wickerath legt bei seiner Einführung Wert darauf, grundlegendes Verhalten bei den jungen Fahranfängern zu sichern: richtige Sitzhaltung, Gurt anlegen, Kopfstützen einstellen. Kleinigkeiten, die Jugendliche vor lauter Lust am Fahren gerne vernachlässigen, die aber, so Wickerath, im Notfall „über Leben und Tod entscheiden können“.

Die erste Station ist der Überschlagsimulator. Franz Wickerath nennt als vorrangiges Ziel des knallgelben Autos, das sich um die eigene Achse drehen kann, den Fahrer auf die Situation vorzubereiten, wenn sie sich nach einem Unfall kopfüber im Auto wiederfinden. "Da geraten junge Fahrer schnell in Panik. Wir wollen, dass sie sich dann an das Fahrsicherheitstraining erinnern und wissen, wie sie sich damals gefühlt haben, ohne panisch zu werden." Die Fahrt im Simulator haben auch die beiden Oberstufenschülerinnen Tatjana Theilmann (21) und Alexandra Tsalikis (20) aus der CH O mitgemacht.



Die angehenden Chemikantinnen hatten zwar Spaß an den gemeinsamen Umdrehungen, sind sich aber auch über den ernsten Hintergrund im Klaren. So hat Tatjana Theilmann neues Vertrauen in die Belastbarkeit eines Sicherheitsgurtes gefasst: "Das ist schon ein extremes Gefühl, wenn man sekundenlang mit dem Kopf nach unten in den Gurten hängt. Ich habe gemerkt, wie mir das Blut in den Kopf schoss."

Die zweite Station des Sicherheitstrainings ist rund um die so genannte Rauschbrille aufgebaut. Die Mitarbeiter des ADAC haben farbige Linien auf den Boden geklebt, auf denen die Schüler entlang gehen sollen. Auf den ersten Blick sieht das leicht aus. Aber als die ersten Schüler – mit einer Rauschbrille versehen, die einen Alkoholrausch zwischen 1,3 und 1,5 Promille simuliert – es nicht schaffen, die Linie zu treffen und statt dessen über ihre eigenen Beine stolpern, sind die Lacher groß. Für viele Schüler ein Aha-Effekt. „Typisch“, sagt Franz Wickerath: „Die alkoholisierten Fahrer denken ja von sich selber, sie haben sich und ihren Körper noch voll im Griff. Wie es aber wirklich um ihre Wahrnehmung und Körperbeherrschung bestellt ist, hat die Rauschbrille gerade deutlich bewiesen.“ Das findet auch Michael Dördrechter (20), Chemielaborant im dritten Lehrjahr, der bereits sein Fachabitur am Goldenberg Europakolleg in Wesseling abgelegt hat. Obwohl er überzeugter Radfahrer ist und jeden Morgen die Strecke von 14 km zur Arbeit radelt, fand er die Selbstversuche sehr lehrreich. „Auch wenn ich nur selten das Auto benutze, Fahrsicherheit ist bei jeder Fahrt wichtig.“

Timo Lunken (18), Schüler der Höheren Berufsfachschule für Technik, findet das Fahrsicherheitstraining wichtig, weil er für seine berufliche Mobilität ein Auto benötigt. Nach den Fachabiturprüfungen, die im kommenden Frühjahr in Labor- und Verfahrenstechnik, Englisch und Deutsch anstehen, beginnt er eine Ausbildung als Chemikant bei Shell. „Für die Fahrten zum Betrieb und zur Berufsschule bin ich auf das Autofahren angewiesen, ich denke, durch das Fahrsicherheitstraining bin ich schon heute gut dafür gerüstet.“


Future to go

Bürgermeister Walther Boecker gratuliert Gestaltungstechnischen Assistentinnen zum Sieg bei der Plakatpräsentation für die 15. Hürther Ausbildungsbörse

Future to go – Zu diesem Motto entwarfen Goldenberger Schüler im Unterricht von Silvia Schmitz, Fachlehrerin für Gestaltungstechnik, ein ansprechendes Plakat für die 15. Hürther Ausbildungsbörse. Diese findet im kommenden Jahr am 11. Februar im Goldenberg Europakolleg statt.



Die Mittelstufe der Gestaltungstechnischen Assistenten arbeitete in elf Gruppen an der visuellen Umsetzung des Mottos. Sie griffen verschiedene Aspekte des Slogans auf und stellten sie in den Mittelpunkt ihrer Plakate. So ließ sich eine Gruppe von einer auch in Deutschland beliebten amerikanischen Kaffeehauskette inspirieren, deren Kaffeekreationen häufig zum Mitnehmen bestellt werden – also „to go“. Auf diesem Plakat hält eine junge Frau dem Betrachter einen Kaffeebecher entgegen, der verschiedene Ausbildungsberufe enthält. Eine andere Gruppe arbeitete mit dem Begriff „Future“. Hier sieht sich ein Jugendlicher in seinem Spiegel mit seinem zukünftigen, anscheinend erfolgreichen Ich konfrontiert. Ein Anreiz also, sich auf der Börse über geeignete Ausbildungsberufe zu informieren.

Doch die Jury – bestehend aus dem Hürther Bürgermeister Walther Boecker, Vertretern aus dem Arbeitskreis Wirtschaft Hürth (AWH), der AOK Rheinland/Hamburg, der Kreishandwerkerschaft Rhein-Erft, der Agentur für Arbeit in Brühl und dem stellvertretenden Schulleiter des Goldenberg Europakollegs, Karl-Wilhelm Friedrich – entschied sich nach langer Diskussion für den Entwurf von Lydia Leopold und Anna Maria Sausen. Den beiden angehenden Abiturienten gelang eine gelungenene Verbindung des Zukunftsbegriffes und „to go“. Auf ihrem Plakat verlassen junge Leute das Hürther Berufskolleg; in ihren Händen halten sie Tüten, auf denen anhand von Piktogrammen ihre späteren Lebensentwürfe abgebildet sind – buchstäblich „Future to go“. Aber nicht nur das Motiv erweckt Neugier, auch die verwendete Technik. Die Schülerinnen lehnten ihre Bildsprache an japanische Anime-Comics an, sie verwendeten Fotos von Mitschülern und -schülerinnen, die sie mittels eines Grafikprogramms mit einem Zeichnungscharakter versahen.

Bürgermeister Walther Boecker gratulierte den beiden Mittelstufenschülerinnen zu ihrem gelungenen Plakat und wünschte ihnen viel Erfolg für ihre weitere Schulkarriere. Im nächsten Schuljahr nehmen sie das Abitur in Angriff und werden die Berufsabschlussprüfung zum Gestaltungstechnischen Assistenten ablegen.



Gestaltungstechnische Assistenten starten zweizügig ins neue Schuljahr

Thema des Einführungsprojekts: Gestaltung einer Schuluniform

Mit einer Projektwoche begrüßten die „alten Hasen“ die neuen Gestaltungstechnischen Assistenten, die in diesem Schuljahr erstmalig mit zwei Unterstufenklassen an den Start gehen. Damit die Neuankömmlinge den Übergang in die gymnasiale Oberstufe reibungslos bewältigen konnten, erwartete sie ein stufenüberschreitendes Projekt unter dem Motto „Gemeinsam zum Ziel“. Die Schüler der Mittel- und Oberstufe nahmen die Neuankömmlinge unter ihre Fittiche und erleichterten ihnen die ersten Tage in ihrem neuen Wirkungsbereich.

Ziel des Projektes war es, eine Schuluniform für das Goldenberg Europakolleg zu entwerfen – aus Papier. Hierbei lernten die Neuen auf spielerische Weise Arbeitsmethoden kennen, die für ihre dreijährige Ausbildung zum Gestaltungstechnischen Assistenten unentbehrlich sind: Kreativtechniken, Scribblen, Formfindungsmethoden und Modelle anfertigen. Doch dass die Arbeit im Team effektiv ist und obendrein Spaß machen kann, war sicherlich die wichtigste Erkenntnis in den bunt gemischten Gruppen.

In den Arbeitsgruppen herrschte ein emsiges Treiben: Einen Vormittag lang klebten, falzten und tackerten die angehenden Gestalter im Hinblick auf den Abschluss und Höhepunkt der Projekttage – eine Modenschau in der Sporthalle. Die gelungenen Ergebnisse zeigen, dass sich die Modedesigner in spe ernsthaft mit der kontrovers diskutierten Problematik einer Schuluniform beschäftigt hatten, aber auch mit Humor und Witz an die Entwürfe gegangen waren.

Die neuen Unterstufenschüler und -schülerinnen können auch weiterhin auf die Unterstützung ihrer Mitschüler zählen, denn ab diesem Schuljahr gibt es mit „T-Time“ ein neuartiges Fördersystem am Goldenberg Europakolleg. Innerhalb dieser Förderung unterstützen ältere Schüler als Tutoren die Neulinge bei der Bewältigung des anspruchsvollen Lernstoffes in der gymnasialen Oberstufe. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Vor- und Nachbereitung von Unterrichtsinhalten. Das Konzept bietet Vorteile für alle. Für die geförderten Jugendlichen es oft leichter, ihre Fragen fast gleichaltrigen Mitschülern zu stellen als dem eigenen Lehrer. Die Tutoren festigen durch das Erklären ihr eigenes Wissen und trainieren ihre sozialen Kompetenzen.


Comenius-Schulpartnerschaft bis 2013 genehmigt

Berufsfachschüler bereiten sich auf Austausch mit Italien vor

Wesseling. Nicht nur in der Europawoche am Goldenberg Europakolleg in Hürth dreht sich alles um die EU. Auch am Standort Wesseling ist Europa angesagt. In diesem Jahr bewilligte die Europäische Union für eine Dauer von zunächst zwei Jahren das Comenius-Programm. Seitdem bereitet sich die Unterstufe der Höheren Berufsfachschule für Labor- und Verfahrenstechnik (BFT U) auf den Austausch mit der Partnerschule Ipsia Santeramo im italienischen Bari vor. Die Berufsschule ist mit ihrem vergleichbaren naturwissenschaftlichen Profil hervorragend geeignet als Austauschpartner für die angehenden Wesselinger Verfahrenstechniker.

Das Schuljahr begann für die neuen Berufsfachschüler in Wesseling mit Projekttagen zum bevorstehenden Italienaustausch. Schnell wurde klar, was es bedeutet, an einer Europaschule zu lernen. Bildungsgangsleiterin Jutta Ferner und Chemielehrer Michael Nehls informierten die Schüler über das Austauschprogramm; die Schüler formulierten ihre Erwartungen an einen Lern- und Praktikumsaufenthalt in Bari. Die Ergebnisse wurden auf Plakaten festgehalten.


Doch bevor sich die Berufsfachschüler auf den Weg nach Bari machen, gibt es noch viel zu lernen. Dabei werden sie auch von den italienischen Partnerschülern unterstützt, die ihrerseits bereits fleißig Deutsch lernen und die im Mai 2012 nach Wesseling kommen.

Inhaltlicher Schwerpunkt des Austausches werden die erneuerbaren Energien sein. So werden die deutschen und italienischen Schüler gemeinsam einen Solarofen bauen und einen Tagebau besuchen. Michael Nehls plant als Höhepunkt des Austausches einen Besuch beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Die Zeit bis zum eigenen Besuch in Italien überbrücken die Wesselinger Schüler mit der Erstellung einer DVD, mit der sie sich ihren italienischen Partnern vorstellen. Dass dies fließend gelingt, dafür sorgt Dagmar Scherrers, Italienischlehrerin am Goldenberg Europakolleg. Sie ist sehr zufrieden mit den Fortschritten der BFT U: “Die Schüler sind der neuen Sprache gegenüber sehr aufgeschlossen, Italienisch macht ihnen Spaß – und das wiederum macht mir Spaß beim Unterrichten.“


Das bestätigt auch Saskia Beier, Schülerin der BFT U: „Ich finde es toll, mit Italienisch eine weitere Sprache zu erlernen. Nicht nur, weil wir sie für den Austausch benötigen, sondern auch, weil die Sprache einen so schönen Klang hat.“

Im September 2012 reisen die Schüler, dann bereits in der Oberstufe, nach Italien. Dort können sie ihre im Wesselinger Schullabor erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten anwenden und sogar erweitern – zum Beispiel bei der Herstellung von Olivenöl. Im Gepäck: der „Wesselinger Solarofen“, der im sonnenverwöhnten Apulien seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen soll.



Kooperation „Chemie und Technik“ geht in dritte Runde

Auftaktveranstaltung im Goldenberg Europakolleg motiviert Schüler für ihre Zukunft

Hürth. Am Dienstag, 20. September 2011, fand im Goldenberg Europakolleg in Hürth die Auftaktveranstaltung für den dritten Jahrgang der so genannten E‑Klasse „Chemie und Technik“ statt. Diese Kooperation zwischen sechs Hauptschulen aus dem Rhein-Erft-Kreis, dem Goldenberg Europakolleg, der Rhein-Erft-Akademie und Industrieunternehmen aus der Region hat es sich zum Ziel gesetzt, naturwissenschaftlich interessierte Hauptschüler frühzeitig zu fördern. Damit wird ihnen der Übergang von der Schule in ein Ausbildungsverhältnis erleichtert. Doch nicht nur die Schüler profitieren von der E-Klasse. Auch die beteiligten Unternehmen – LyondellBasell, Evonik und die Shell Deutschland GmbH – gewinnen hierdurch rechtzeitig Mitarbeiter in einem Berufsfeld, das auf spezialisierte Fachkräfte angewiesen ist.

Die Kooperationspartner stellen sich vor.

Die gelungene Auftaktveranstaltung motiviert die anwesenden 24 Hauptschüler und –schülerinnen der neunten Klasse, in den kommenden anderthalb Jahren nicht nur ihre eigene Schulbank zu drücken, sondern auch alle 14 Tage in den Werkstätten und Laborräumen des Goldenberg Europakollegs in Alt-Hürth zusätzlichen Unterricht zu erhalten.

Die Kooperationsverträge werden unterschrieben.

Dr. Katharine Gierth, Lehrerin an der Gemeinschaftshauptschule Kendenich und Initiatorin der Kooperation, stellte den Schülern und ihren Eltern die einzelnen Module der Kooperation dar. Ab Oktober vermitteln Fachlehrer am Goldenberg Europakolleg den Hauptschülern Grundlagen in Labortechnik, Eletrotechnik, Mechanik und Verfahrenstechnik. In weiteren Modulen besuchen die Schüler die Industrieunternehmen, um einen ersten Einblick in ihr mögliches späteres Arbeitsumfeld zu gewinnen. Frau Dr. Gierth sieht es als eine erste wichtige Erfahrung, sich in den Werkstätten umzuschauen und die für die Arbeit notwendige Schutzkleidung anzuziehen. Ihr Auftrag an die Schüler lautet festzustellen: „Fühlt sich das gut an?“

Eine der ersten Veranstaltungen der neuen E-Klasse findet im Oktober im Hochseilgarten in Brühl statt. Dieser erlebnispädagogische Tag soll dazu beitragen, dass die Schüler sich als ein Team erleben, das sich gemeinsam auf den Weg macht.

Jürgen Mayer, Ausbildungsleiter der Rheinland Raffinerie von Shell Deutschland in Wesseling, erläutert seine Beweggründe, die E-Klasse zu fördern. „Wir suchen junge Talente.“ In seiner Branche, die demnächst einen spürbaren Fachkräftemangel zu befürchten hat, ist diese Kooperation ein wichtiger Schritt, um Mitarbeiter zu gewinnen. Aber er stellt auch hohe Erwartungen an die 24 Schüler. Neben den unentbehrlichen Qualifikationen Durchsetzungsvermögen, Ausdauer, Zuverlässigkeit und Neugierde sieht er es als unerlässlich, dass die Schüler Visionen haben, die sie auf ihrem beruflichen Werdegang antreiben.

Ludwig Volkelt aus dem Fachbereich Chemie der Rhein-Erft Akademie kann sich diesen Worten nur anschließen. Er erläutert, dass die beteiligten Unternehmen zusammen für Personal- und Sachkosten einen Betrag „im fünfstelligen Eurobereich“ aufwenden, betont allerdings, dass dies eine gute Investition sei.

Das Chemieunternehmen LyondellBasell ist durch Jürgen Schließer vertreten. Der Ausbilder im Bereich Chemie und selbst ehemaliger Schüler an der Hauptschule Wesseling ist seit dem ersten Jahrgang der E-Klasse dabei. Er fühlt sich in der Teilnahme seines Unternehmens bestätigt: „Es ist schön zu sehen, wie die Schüler im Laufe der Zeit aufblühen und selbstbewusster werden.“

Dr. Katherine Gierth und die E-Klasse 2011

Unter den 24 Hauptschülern befinden sich zwei Mädchen, dies freut besonders Anna-Maria Himburg, Ausbilderin und zuständig für Praktikanten bei der Shell Deutschland GmbH. Auch sie ist stolz darauf, daran mitgewirkt zu haben, dass Hauptschüler, die häufig bei der Lehrstellensuche benachteiligt sind, durch die E-Klasse einen Ausbildungsvertrag erhalten haben. Die Ausbeute des ersten Durchgangs der E-Klasse „Chemie und Technik“ kann sich durchaus sehen lassen. Weit über die Hälfte der engagierten Hauptschüler des ersten Durchgangs beginnt in diesen Tagen mit ihrer Ausbildung in Industrie und Handwerk, die restlichen Schüler besuchen weiterführende Schulen, um dort ihre Qualifikationen zu verbessern. Keiner der Schüler steht ohne Zukunftsperspektiven da. Diese Zuversicht hat auch der nun dritte Jahrgang der E-Klasse, denn der stellvertretende Schulleiter des Goldenberg Europakollegs, Karl-Wilhelm Friedrich, versprach allen anwesenden Schülern und Schülerinnen, die in den nächsten anderthalb Jahren Ausdauer und Zuverlässigkeit unter Beweis stellen, dass ihnen einen Platz am Goldenberg Europakolleg sicher ist. Im Berufsgrundschuljahr in Hürth erlangen die Schüler innerhalb eines Jahres berufsspezifische Grundlagenkenntnisse in den Bereichen Metalltechnik, Elektrotechnik oder Raumgestaltung. Zusätzlich können sie ihren Schulabschluss aufwerten. Schüler, die bereits auf der Hauptschule die Fachoberschulreife erhalten  haben, können in zwei Jahren in der Höheren Berufsfachschule für Labor- und Verfahrenstechnik in Wesseling das Fachabitur erlangen. Oder in drei Jahren als Technischer Assistent für Konstruktions- und Fertigungstechnik die berufliche Abschlussprüfung zusätzlich zur Fachabiturprüfung in Hürth ablegen.


Blutspendeaktion 2012
Der nächste Termin, zu dem unsere Schülerinnen und Schüler, Leherinnen und Lehrer die Gelegenheit haben, Blut zu spenden steht fest:
Am 26.1.2012 ist das Deutsche Rote Kreuz wieder bei uns im Hause!


Standort Wesseling will Energiesparmeister werden

Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen spricht Goldenberg Europakolleg Dank aus

Die Klima-AG des Goldenberg Europakollegs hat an dem vom Bundesumweltministerium und der gemeinnützigen Gesellschaft „co2online“ geförderten Energiesparmeister-Wettbewerb 2011 erfolgreich teilgenommen.

Michael Nehls, Fachlehrer für Chemie- und Verfahrenstechnik am Wesselinger Standort des Berufskollegs, rief die Klima-AG 2010 ins Leben. Mit Schülern und Schülerinnen der Höheren Berufsfachschule für Labor- und Verfahrenstechnik hatte er als erstes Projekt das Schulgebäude in Wesseling wärmetechnisch vermessen. Der Fachlehrer wusste sofort, dass das Projekt „Thermografie“ sehr gut in das Konzept der co2online-Kampagne „Klima sucht Schutz“ passt. Diese informiert den Einzelnen über seine individuellen Klimaschutzmöglichkeiten und motiviert ihn, seinen CO2-Ausstoß zu mindern. Schließlich ist jeder einzelne gemeinsam mit insgesamt 40 Millionen Haushalten für jede siebte Tonne Kohlendioxid verantwortlich, die in Deutschland allein beim Heizen und beim Stromverbrauch jährlich emittiert wird. Mit heutiger Technik ist rund die Hälfte des damit verbundenen CO2-Ausstoßes wirtschaftlich vermeidbar.
Die Klima-AG in Wesseling

Michael Nehls reichte das dokumentierte Projekt der Klima-AG ein, worauf seine Schüler und Schülerinnen stolz eine Urkunde vom Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen in Empfang nehmen konnten. Dies hat die angehenden Labor- und Verfahrenstechniker motiviert, das nächste Projekt anzugehen. Die Klimaschutz-AG des Goldenberg Europakollegs plant nun, eine Messreihe in den Klassenräumen durchzuführen, auf deren Grundlage sie dann elektronische Heizungsregler einbauen, um ein zu starkes Erwärmen der Räume zu vehindern.



Das Abitur ist geschafft!

Die Oberstufen der vollzeitschulischen Bildungsgänge der Höheren Berufsfachschule und des beruflichen Gymnasiums haben ihre Zeugnisse entgegengenommen.

Wir beglückwünschen unsere Abiturienten und Fachabiturienten der Bildungsgänge

  • Höhere Berufsfachschule für Labor- und Verfahrenstechnik
  • Technischer Assistent/Technische Assistentin für Konstruktions- und Fertigungstechnik
  • Gestaltungstechnische Assistentin/Gestaltungstechnischer Assistent
    sowie
  • die Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule für Gestaltung
    zur bestandenen Prüfung.

Liebe Schülerinnen, liebe Schüler, wir wünschen Ihnen alles erdenklich Gute für Ihren weiteren Lebensweg!


Abschlussfoto der Höheren Berufsfachschule in Wesseling - herzlichen Glückwunsch!

Abschlussfoto der FOS 12 - herzlichen Glückwunsch!

Abschlussfoto der GTA O - herzlichen Glückwunsch!

Abschlussfoto der GTF O - herzlichen Glückwunsch!



Schülersprecher Andy Romey hält seine Abschlussrede.

Modenschau der anderen Art

Gestalterklasse realisiert eigene Kleiderentwürfe

Bunt ist in diesen Tagen die Aula des Goldenberg Europakollegs. Lebensgroße Mannequins aus Papier tragen farbenfrohe Kleider. Sie stellen den Abschluss des Modeprojekts dar, das dieses Schuljahr auf dem Stundenplan der Gestalterklasse GTF U2 stand. Unter Anleitung von Lydia Lambertz, Lehrerin für Gestaltungstechnik, erstellte die Klasse ein Buch mit Modeentwürfen, von denen nun ein Modell in Lebensgröße geschneidert wurde – allerdings nicht aus Stoff, sondern aus Papier. Dazu legten sich die Schülerinnen und Schüler zunächst auf große Papierbahnen und zeichneten ihren Umriss nach – die Grundlage für ein maßgeschneidertes Designerkleid.


Die Idee zu dem Modeprojekt stammte von Lydia Lambertz, einer diplomierten Modedesignerin. Zu Beginn der Unterrichtsreihe übte sie mit den Schülern erst einmal freies Zeichnen, dies ist eine Grundfertigkeit, die alle künftigen Lagerfelds beherrschen sollten.

Den Entwürfen lagen verschiedene Themenfelder zu Grunde. Esra ließ sich vom Streetstyle der amerikanischen Metropolen inspirieren, so heißt ihr ausgestelltes Kleid „L.A.“. Die Arbeit an den Modeentwürfen fand Esra besonders spannend, weil ihre nächste Station ein Praktikum in der Marketing-Abteilung eines großen Kölner Modehauses ist. „Das passt natürlich hervorragend. Nach der Arbeit an den Papiermodellen freue ich mich darauf, bald richtige Designerkleider um mich herum zu haben.“


Was sagten die Jungens in der Klasse dazu? Christian konnte sich zunächst nicht für das Thema Kleider begeistern. Aber seine Begeisterung für den 1. FC Köln führte ihn schnell zu weiteren Ks wie Kölle, Kathedrale und Karneval. So gelang es ihm, ein farbenfrohes Karnevalskostüm zu entwerfen, das einem Fan des Kölner Traditionsvereins ganz und gar gerecht wird.

Lydia Lambertz ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis ihres Modeprojekts: „Ich bin begeistert von der enormen Kreativität der Schülerinnen und Schüler und von ihrer hohen Arbeitsbereitschaft.“ Der Stolz auf das erfolgreich verlaufene Modeprojekt und ihre Klasse lässt sie bereits ein Nachfolgeprojekt für das kommende Jahr planen.





Zeugnis plus Pokal

Wesselinger Sportfest 2011

Das Schuljahr 2010/2011 klang am Wesselinger Standort des Goldenberg Europakollegs mit einem Sportfest aus. Am letzten Schultag kämpften die Klassen aller Bildungsgänge um einen Pokal im Kleinfeldfußball und Ultimate Frisbee. Durchgeführt wurde die Veranstaltung von den Wesselinger Sportkollegen Ingo Schlierbach und Saida Prodöhl im Stadion "Kronenbuschhalle". Beide waren überaus zufrieden mit dem Verlauf des Sportfests: "Die Stimmung war wirklich sehr gut, der graue Himmel hat die Schüler nicht davon abgehalten, ihr Bestes zu geben."

Besonders erfolgreich zeigte sich mit der CHU 2 eine Unterstufe aus dem Bildungsgang der Chemikanten, die im Fußball-Turnier den den ersten und im Frisbee-Turnier den zweiten Platz belegte. Knapp dahinter landete die Unterstufe der angehenden Labor- und Verfahrenstechniker, die im Fußball-Turnier den zweiten Platz erreichten.



Da sich das Goldenberg Europakolleg dem Fairplay-Gedanken verpflichtet hat, wurde neben den beiden Turnierpokalen eine spezielle Fairplay-Trophäe vergeben.

Das Sportfest stellte einen gelungenen Ausklang des Schuljahres dar. Andreas Klein (18), der im kommenden Jahr sein Fachabitur in der Höheren Berufsfachschule in Wesseling absolvieren wird, bestätigte dies: "Es hat Spaß gemacht, beim Warten auf das Zeugnis Fußball zu spielen."





Investitionsoffensive im Labor

Höhere Berufsfachschule für Labor- und Verfahrenstechnik in Wesseling kooperiert mit Kompetenznetz Deutschland und VDCI

Die Förderung der Naturwissenschaften gehört bundesweit zur MINT-Initiative unter der Schirmherrschaft Angela Merkels. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Naturwissenschaften bilden den Schwerpunkt in der Höheren Berufsfachschule für Labor- und Verfahrenstechnik am Goldenberg Europakolleg in Wesseling. In dem zweijährigen Bildungsgang stehen neben den Kernfächern Mathematik, Deutsch und Englisch die Fächer Labor- und Verfahrenstechnik im Mittelpunkt.

Michael Nehls, Fachlehrer für Chemietechnik, betont, wie wichtig eine moderne Geräteausstattung für seinen Unterricht ist. „Experimente sind das A und O im Laborunterricht. Erfreulich ist, dass die Aktion Kompetenznetz Deutschland des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) es sich zum Ziel gesetzt hat, die Unterrichtsbedingungen im praktischen Unterricht zu fördern.“ In diesem Rahmen sponsert das Unternehmen Festo, Spezialist für Prozessautomatisierung, die Berufsfachschüler mit EasyKit-Gerätesätzen, die zukünftig im Bereich der Steuerungstechnik eingesetzt werden. Michael Nehls ist von den Lernkits begeistert: „Die Gerätesätze nutzen wir für die Automatisierung von Versuchsabläufen z. B. bei der automatischen Erfassung der Säuremenge zur Neutralisation einer Lauge.“

Arbeit an den Elektrochemie-Baukästen

Aber nicht nur die Fachlehrer lassen sich von den neuen Geräten begeistern, auch die Schüler profitieren von der State-of-the-Art-Ausstattung im Unterricht. Timo Lunken (17) berichtet von seinem Aha-Erlebnis, nachdem er erfolgreich eine automatische Lichtanlage programmiert hatte: „Ich verstehe jetzt viel besser, wie Lichtschranken und Helligkeitssensoren funktionieren.“

Timo und Lisa-Marie arbeiten mit den Elektrochemie-Baukästen

Nicht nur vom Bundesministerium wird der naturwissenschaftliche Unterricht gefördert. Der Verband der Chemischen Industrie (VDCI) hat es sich ebenfalls zum Ziel gesetzt, den experimentellen Chemieunterricht zu stärken. Michael Nehls konnte dank der finanziellen Unterstützung des VDCI Elektrochemie-Bausätze für seine Schüler anschaffen. Diese benötigt er, um seiner Klasse die hochaktuelle Problematik der Energiespeicherung zu vermitteln. Der gesellschaftspolitische Hintergrund: Erneuerbare Energien sind nicht zuletzt durch den beschlossenen Atomausstieg endlich zur Chefsache erklärt worden, doch zurzeit bereitet die Energiespeicherung noch Probleme. Hierzu Nehls: „Speicherung und Konvertierung der Energie stellen die Wissenschaftler von morgen vor große Herausforderungen. Mithilfe der Bausätze können die Berufsfachschüler diese Problematik erforschen.“ Lisa-Marie Kroschwitz (18) „Ich finde es hochinteressant, wie man nur durch Einsatz von Chemikalien einen Motor zum Laufen bringen kann. Und umgekehrt durch Elektrolyse von Wasser den Kraftstoff Wasserstoff erzeugen kann.“ Die angehenden Labor- und Verfahrenstechniker führen somit Versuche in einem Bereich durch, der – darin sind sich Arbeitsmarktexperten einig – in den kommenden Jahren stark wachsen wird und qualifizierten Fachkräften gute Berufschancen bietet. Gute Aussichten also für die Berufsfachschüler aus Wesseling.



Michael Nehls erklärt Lisa-Marie und Janine die EasyKits.
Sommersportfest 2011

Bewegung in der Schule wird zur Chefsache

Hürth. Drei Tage vor dem Ende der Fußballweltmeisterschaft kämpften die Klassen des Goldenberg Europakollegs ebenfalls um einen Platz im Finale:

Erfolgreich ist das Team der Klasse MAU 1 am 14.7. aus einem  Fußballturnier im Rahmen des alljährlichen Sommersportfestes hervorgegangen. Der Klassenlehrer Eberhard Asselmann ist stolz auf die Leistung seiner Jungs. Auch eine Fairplay-Trophäe wurde vergeben: Die Klasse BMU3 hat während des Matches ein besonders faires und vorbildliches Spielverhalten an den Tag gelegt.

Siegermannschaft 2011 MA U1
Wir danken dem Team unserer engagierten Sportlehrerinnen und Sportlehrer für ein gelungenes Sommersportfest zum Abschluss des Schuljahres in Hürth!

Wie in den Vorjahren hat zum Ende des Schuljahres dieses Fest im Stadion in Alt-Hürth stattgefunden. Im Mittelpunkt stand ein Kleinfeldfußballturnier, in dem 24 Teams aus den verschiedensten Bildungsgängen im K.O.-System gegeneinander antraten. Josef „Jupp“ Kurth, ehemaliger Oberligaspieler und Klassenlehrer der Siegermannschaften der letzten beiden Jahre, freut es natürlich sehr, dass er seinen Schülern anscheinend wertvolle Tipps und Kniffe geben konnte. „Das wär schon toll, wenn meine Jungs wieder gewinnen würden – ein schöner Hattrick eben.“

Zu den weiteren Aktivitäten beim diesjährigen Sportfest gehörte ein Rugby-Schnupperkurs, den Karl-Heinz Schulz, Lehrer für Maschinenbau und Jugendtrainer beim Rugby Club 1960 Hürth, angeboten hat. Außerdem Ultimate Frisbee, das Werfen einer Kunststoffscheibe als Mannschaftssport sowie Hacky-Sack bzw. Footbag. Hierbei handelt es sich um ein typisches Pausenspiel, bei dem Spieler versuchen, ein mit Sand gefülltes Stoffsäckchen durch Bein- und Fußeinsatz in der Luft zu halten. Siggi Pranke, Sportlehrer am Goldenberg Europakolleg, findet es wichtig, auch weniger bekannte, aber mit einfachen Mitteln zu spielende Sportarten im Schulleben zu integrieren. „Die Fachschaft Sport hat es sich im vergangenen Schuljahr zum Ziel gesetzt, die Schüler nicht nur im Sportunterricht schwitzen zu lassen, sondern auch mehr Bewegung in die Pausen zu bringen.“ Das Konzept der „bewegten Pause“ ist sehr erfolgreich angelaufen: Die beiden in diesem Schuljahr angeschafften Tischtennisplatten erfreuen sich großer Beliebtheit, weiß Pranke. „Mittlerweile bringen die Schüler sogar eigene Schläger von zu Hause mit, obwohl wir auch Leihschläger zur Verfügung stellen. Das zeigt uns, dass Tischtennis schon als Ritual ins Schulleben integriert wurde und die Schüler einen gewissen Ehrgeiz entwickelt haben.“ Henno Reisinger, ebenfalls Sportlehrer in Hürth, kündigt das neueste Element der bewegten Pause an. „Diesen Sommer werden wir eine sogenannte Jump-and-Reach-Station auf dem Schulhof errichten.“ Damit können Jugendliche ihre Sprungkraft testen – und letztendlich auch trainieren.

Fitness hat auch im Begleitprogramm des Sportfests eine Rolle gespielt. Der Erfrischungsstand bot wieder Obstsalate und Milkshakes an. Damit passt das Sportfest ganz zur Ausrichtung des Goldenberg Europakollegs als gesunde Schule. Das ist nicht nur ein wichtiges Anliegen der Sportkollegen, sondern auch „Chefsache“. Der stellvertretende Schulleiter Karl-Wilhelm Friedrich sieht in der Förderung gesunder Verhaltensweisen – wie ausreichender Bewegung – eine wichtige Aufgabe seines Kollegs: „Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur fit machen für den Moment, sondern auch für ihr späteres Leben. Die Anforderungen im Berufsleben sind vielfältiger geworden, es ist heute auch Aufgabe der Schule, eine gesunde Lebensweise bei Schülern zu verankern.“ Damit steht er nicht alleine. Zusammen mit den Firmen Shell, Evonik, LyondellBasell, RWE Power und INEOS plant er eine Kooperation einzugehen, damit die Schüler lernen, in ihrem Berufsleben verantwortungsvoll mit ihrer Gesundheit umgehen.



Schüler beim Sportfest 2010

eatART – Essen als Kunst

Hürther Künstler veranstaltet Kunstausstellung mit Abiturklasse des Goldenberg Europakollegs

Hürth. Think:wild – eat:civilized. Unter diesem Motto steht das Kunstprojekt, das der Hürther Künstler Friedemann Dott mit angehenden Abiturienten des Goldenberg Europakollegs durchführte. Über mehrere Monate unterrichtete der Künstler 26 Gestaltungstechnische Assistenten in traditionellen aber auch exotischen handwerklichen Techniken. Thema des Projekts: Das Essen.

Der das Projekt begleitende Künstler Friedemann Dott (v.l.n.r.), die Bildungsgangleiterin Silvia Schmitz und der stellvertretende Schulleiter des GEK eröffnen die Ausstellung.

Silvia Schmitz, Klassenlehrerin der Mittelstufe der Gestaltungstechnischen Assistenten mit dem Schwerpunkt Grafik- und Objektdesign, kurz GTAM, freut sich auf die Vernissage, die am Freitag,1.7., um 19 Uhr im Kunstraum der evangelischen Matthäus Kirchengemeinde Hürth stattfindet. „Wir haben Glück, die letzte Ausstellung hier durchführen zu können, denn diesen Sommer wird der Kirchsaal abgerissen und steht nicht mehr für Kunstprojekte zur Verfügung.“ Das findet sie besonders schade, denn sie nutzte den Saal bereits vor zwei Jahren für die Fotoausstellung „Me, myself and I“ ihrer GTA-Klasse, die sie 2010 zum Abitur führte.

Das Kunstprojekt „eatART“, das vom Landesprogramm „Kultur und Schule“ NRW unterstützt wird, führte die Schüler in die Werkstätten des Hürther Künstlers Friedemann Dott. Dort erlernten sie in drei unterschiedlichen Workshops alte Handwerkstechniken und setzten sich mit dem Thema „Essen“ auseinander. Was bedeutet Essen für mich? Was für die Gesellschaft? Das waren zentrale Fragen, die in verschiedenen Kunstwerken ihren Ausdruck fanden. Silvia Schmitz freut sich, Friedemann Dott für das Kunstprojekt gewonnen zu haben. Der Dozent für Bildende Kunst am Hürther Kinderatelier fand die Arbeit mit den angehenden Abiturienten spannend: „Normalerweise gebe ich Kurse für Kinder. Hier habe ich mit jungen Erwachsenen zu tun, die sich bereits reflektiert mit Kunst und Design beschäftigen und viele Ideen mitbringen.“

Schüler erklären Friedemann Dott ihre Idee.

Im ersten Workshop stand mit Raku-Keramik ein traditionelles japanische Kunsthandwerk im Mittelpunkt. Aus dem weichen Material Ton lassen sich viele Unikate herstellen, die unterschiedliche Aussagen transportieren. Entstanden sind hier vor allem Schalen, Teller und Bestecke, die das Rakutypische Element – Risse, die beim Brennen entstehen – aufweisen.

In der zweiten künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema wurden Tische und Stühle entworfen und selbstständig hergestellt. Für viele Schüler lag hier lag vor allem die Umnutzung verschiedener Materialien im Vordergrund. So entstanden Tische aus alten Getränkepaletten, aber auch Knochen wurden verarbeitet. Kai Corsten, Schüler der GTA, sieht in der ungewöhnlichen Materialbeschaffung eine Inspirationsquelle: „Alles in allem war es eine ungewöhnliche Art, sich dem Thema Möbel zu nähern. Es war zunächst sehr merkwürdig, Knochen abzukochen und sie für die Weiterverarbeitung zu präparieren. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen und spiegelt gut unsere Gedanken zum Thema wider.“

Knochen werden für die Weiterverarbeitung präpariert.

Der dritte Workshop beschäftigte sich in Anlehnung an die PopArt mit verschiedenen Verpackungsdesigns von Fertiggerichten und Snacks. Die angehenden Designer, die häufig im Anschluss an das Abitur ein Studium oder einen Beruf im Bereich Medien ergreifen, spielten hier mit altbekannten Markennamen. Elf farbige, zum Teil großformatige Leinwände vervollständigen nun die Ausstellung.

Termin:
Das Projekt „eatART“ wird vom 19. Juli bis zum 6. September 2011 noch einmal im Kreishaus in Bergheim in der „Galerie am Skulpturenhof“ im Rahmen der diesjährigen Abschlusspräsentation des Landesprogramms "Kultur und Schule NRW" zu sehen sein.



Lesen Sie auch den dazu erschienenen Artikel in der Rundschau.



Keramik wird à la Raku gebrannt.

Auf den Notfall vorbereitet

16 neue Ersthelfer am Goldenberg Europakolleg

Erste Hilfe zu leisten, dazu ist jeder verpflichtet. Aber was ist genau zu tun, wenn ein Schüler sich verletzt hat? Und entstehen nicht durch die Praxisorientierung an unserem Berufskolleg zusätzliche Risiken? 

Prävention und erste Hilfe sind zwei wesentliche Bausteine des Konzeptes „gesunde und sichere Schule“ am Goldenberg Europakolleg. „Eine fundierte Ausbildung von Kolleginnen und Kollegen zu Ersthelfern trägt wesentlich dazu bei, die Sicherheit an unserer Schule zu vergrößern,“ so der zuständige Koordinator Thomas Tischler.

Erfreulich groß war deshalb auch das Interesse, an einem zweitägigen Ersthelfer-Kurs des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) teilzunehmen. Dieser wurde im April unter der Leitung von Ilona Siefener, Ausbilderin beim DRK, an der Schule durchgeführt und von dem zuständigen Versicherungsträger, der Unfallkasse NRW, finanziert.

16 Lehrerinnen und Lehrer, immerhin etwa 20 % des gesamten Kollegiums, bereiteten sich dabei auf Notfallsituationen vor. Die meisten dieser Teilnehmer werden fast täglich mit Gefahrensituationen konfrontiert, da sie vorwiegend im Fach Sport oder in den Werkstätten und Laboratorien der Schule unterrichten.


Stabile Seitenlage, Herzmassage, Mund-zu-Mund-Beatmung, Verbände anlegen, Unfallopfer bergen und Motorradhelme ausziehen kann man nur durch praktische Aufgaben erlernen. In mehreren Übungsphasen bekam jeder Kursteilnehmer deshalb genügend Möglichkeiten, sich die hierzu notwendige Technik anzueignen.


Eine Notfallsituation erkennen, einen Notruf absetzen und darüber hinaus die richtigen Entscheidungen treffen – dies wurde an zahlreichen Beispielen aus der Praxis besprochen und eingeübt.

Michael Nehls, frischgebackener Ersthelfer und Chemielehrer am Goldenberg Europakolleg: „Besonders aufschlussreich waren natürlich die vielen praktischen Übungen. Was mir aber noch wichtiger ist: Jetzt fühle ich mich viel sicherer auf einen Ernstfall vorbereitet.“

Das Interesse an der Ausbildung zum Ersthelfer war so groß, dass die Anzahl der möglichen Kursteilnehmer deutlich übertroffen wurde. Karl-Wilhelm Friedrich, kommissarischer Schulleiter am Europakolleg: „Unser gemeinsames Ziel ist es, die Anzahl der Ersthelfer noch weiter zu erhöhen und damit noch mehr für die Sicherheit an unserer Schule zu tun. Deshalb haben wir vor, schon im kommenden Herbst einen zweiten Kurs anzubieten.“


CrashKurs NRW am Goldenberg Europakolleg Wesseling

Ein weiterer Schritt in Richtung „Gesunde und sichere Schule“

Im Januar 2011 erfolgte der offizielle Start des Programms CrashKurs NRW, das in Deutschland noch einmalig ist, aber in England schon gute Erfolge gezeigt hat. Junge Fahranfänger sind zu einem viel zu hohen Anteil Verursacher oder Opfer von Verkehrsunfällen. Da soll der CrashKurs zu einem Umdenken und vorsichtigeren Handeln im Verkehr führen. Laut NRW-Minister für Inneres und Kommunales, Ralf Jäger, soll der CrashKurs bis 2011 flächendeckend in allen 10er und 11er Klassen und den Berufskollegs in NRW durchgeführt werden. Auch andere Bundesländer haben schon Interesse an dem Konzept gezeigt.

Als erste Schule im Rhein-Erft-Kreis konnten die Wesselinger Schülerinnen und Schüler des Goldenberg Europakollegs daran teilnehmen. Das CrashKurs-Team der Polizei Köln hatte mit Kollegen aus dem Rhein-Erft-Kreis und engagierten Lehrern – wie Andrea Breitenbach vom Goldenberg Europakolleg in Wesseling – diese Veranstaltung vorbereitet, am 5. April 2011 war es so weit. Mitarbeiter der Polizei aus den Kreisen Recklinghausen, Solingen, Wuppertal und Aachen, wo auch CrashKurs-Teams geplant sind, nahmen ebenfalls an der Veranstaltung teil.

Zwei wissenschaftliche Mitarbeiter von Professor Dr. André Bresges vom Institut für Physik und ihre Didaktik der Universität zu Köln, der das Programm begleitet und herausfinden will, wie das Programm auch nach einiger Zeit noch auf die jungen Leute wirkt, starteten um 9 Uhr mit der Befragung von Schülern der Wesselinger Berufsfachschulklassen. Diese Schüler werden Anfang Mai und vor den Sommerferien nochmals befragt werden.

Ungefähr 170 Schülerinnen und Schüler kamen dann um kurz vor elf Uhr in die Pausenhalle, die wohl noch nie so voll gewesen war. Der stellvertretende Schulleiter Karl-Wilhelm Friedrich, der seit fast 15 Monaten das Goldenberg Europakolleg leitet, begrüßte alle Anwesenden. Noch war die Stimmung recht locker, wenn auch neugierig gespannt.

Schlagartig wurde es stiller, als Silke von Beesten von der Polizei Köln die Moderation der Veranstaltung startete. Während der folgenden PowerPoint-Präsentation wurde es noch ruhiger. Die Anspannung war deutlich zu spüren. Die Bilder von Unfällen aus Köln waren schockierend, aber einigen Zuschauern wohl immer noch nicht schlimm genug. Man konnte sich ja auch noch einreden, dass alles ja auch noch irgendwie wie Fernsehen war und mit dem eigenen Leben wenig zu tun hatte.

Was dann kam, hatten aber weder Schüler noch Lehrer so erlebt. Das CrashKurs-Team stellte die „Rettungskette“ vor. Schnell wurde deutlich, dass alle Beteiligten dieser Kette persönlich ganz nah am Thema Verkehrsunfall und Unfalltod sind. Zuerst berichtete Polizeihauptkommissar Michael Kressin über das, was die Feuerwehrleute an Unfallorten erleben.

Anschließend erzählte Herr Fuchs von der Autobahn-Polizei Frechen von seinen sehr persönlichen und beruflichen Erfahrungen an Unfallorten. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können.

Dann stieg die Spannung noch einmal. Der Unfall-Chirurg Prof. Dr. Oliver Tobolski teilte ganz persönliche Erinnerungen und berufliche Erfahrungen bei seinen Einsätzen im Rettungshubschrauber mit den Schülern.

Frau Matz ermittelt, wenn schwere Unfälle passieren. Was sie berichtete, war noch berührender. Einigen Zuschauern stockte der Atem, denn es wurde nur zu deutlich, was der Tod für die Angehörigen, aber auch die Einsatzkräfte und Unfallverursacher bedeutet.

Als letzte sprach Frau Hengst. Sie will mit ihrem Handeln verhindern, dass Jugendliche, so wie ihre Tochter, Opfer von Verkehrsunfällen werden.

Zum Schluss mussten alle Schüler sich damit auseinander setzen, wie schnell Lebensträume zerplatzen können, wenn man im Straßenverkehr nur einmal eine falsche Entscheidung trifft. Diese Entscheidung – Fahren unter Alkohol-Einfluss, mit überhöhter Geschwindigkeit oder hoher Risikobereitschaft – kann nie mehr rückgängig gemacht werden. Das wurde allen Zuschauern sehr deutlich. Im Anschluss wurde der CrashKurs im Klassenverband thematisiert. In verschiedenen Fächern wird in den nächsten Tagen das Thema aus unterschiedlichem Blickwinkel erneut aufgegriffen werden.

Andrea Breitenbach ist sich mit allen Referenten und Organisatoren einig: „Es ging nicht ohne Aufwand, aber wenn durch den CrashKurs nur ein einziger schwerer Unfall verhindert wird, dann spielt der Aufwand keine Rolle.“

Im nächsten Schuljahr werden auch die Hürther Klassen des Goldenberg Europakollegs an einem CrashKurs teilnehmen können – dann mit dem CrashKurs-Team des Rhein-Erft-Kreises.



























































Hürther Elektroschüler besuchen Polen

Goldenberg Europakolleg weitet Austauschprogramm auf einjährige Klassen aus

Hürth. Am 30. April fahren 15 Schüler des Berufsgrundschuljahres in der Fachrichtung Elektrotechnik ins polnische Wisla. Dort werden sie vier Wochen Land und Leute kennen lernen und ein Praktikum absolvieren.

Auslandspraktika sind nichts Ungewöhnliches am Goldenberg Europakolleg. Das besondere an diesem Austausch ist neben der Dauer des Aufenthalts von einem ganzen Monat, dass zum ersten Mal eine einjährige Klasse am Austauschprogramm der Schule teilnimmt. Die Idee dazu hatte Winfried Jansen, Bildungsgangleiter des berufsvorbereitenden Bereichs an der Hürther Schule: „Der Europagedanke ist in unserem Schulprogramm fest verankert, was nicht zuletzt an unserem weit gespannten Austauschnetz über ganz Europa sichtbar wird. Mir ist es ein besonderes Anliegen, dass die Schüler und Schülerinnen vieler Bildungsgänge – also auch in der Berufsvorbereitung – die Gelegenheit erhalten, am Austauschprogramm teilzunehmen.“ Dank seines Engagements werden nun 15 Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 bis 18 einen Monat in Polen verbringen.

Los geht es in Wisla, wo die Schüler die erste Woche mit erlebnispädagogischen Aktivitäten wie einem Survival Training im Wald verbringen werden. Im Anschluss absolvieren sie ein Praktikum im elektrotechnischen Bereich und erlangen Qualifizierungen, indem sie beispielsweise einen Gabelstapler-Führerschein machen. In ihrer Freizeit treffen sie mit polnischen Jugendlichen zusammen, ebenfalls ein wichtiges Ziel des Austausches.

„IdA – Integration durch Austausch“ – unter diesem Namen steht das Programm der Bonner Otto-Benecke-Stiftung, die Gelder für die verschiedenen Phasen des Austausches zur Verfügung stellt. Organisiert wird der Austausch vom Internationalen Bund in Frechen, der bereits in anderen Projekten mit dem Goldenberg Europakolleg in Hürth und Wesseling kooperiert.

Die Vorbereitung auf den Austausch umfasste Sprach- und Landeskundeunterricht durch eine Muttersprachlerin. Anna Lattka vom Bundessprachenamt in Hürth bringt der Klasse bereits seit Beginn des Schuljahres die Grundlagen der polnischen Sprache nahe. Die 18-jährige Jacqueline Wagner lernt schon seit Wochen fleißig Vokabeln: „Ich finde es gut, dass wir Polnischunterricht erhalten. So können wir uns in Wisla verständigen.“ Die Aussicht, selbst für einen Monat nach Polen zu fahren, motiviert die Schüler beim Erlernen der Sprache. Nur drei Schüler haben bereits einen Heimvorteil, da ihre Familien aus Polen stammen. Für die vier Stunden Vorbereitung auf den Polen-Austausch opferten die Schüler übrigens ihre Freizeit, denn der reguläre Unterricht fand weiterhin statt.

Wolfgang Lübke, Fachlehrer für Elektrotechnik, wird die Klasse einen Teil ihrer Fahrt begleiten und ist aufgeregt, dass es nun bald losgeht: „Wir sind stolz darauf, dass auch unsere Berufsgrundschüler einmal die Gelegenheit erhalten, über den viel zitierten Tellerrand zu gucken. Auslandspraktika sind heute für den Werdegang der jungen Leute wichtig.“ Doch auch für sich sieht er in dem Austausch einen Gewinn: „Mich interessiert natürlich auch, wie der Elektrounterricht in Polen aufgebaut ist. Der Austausch findet nämlich nicht nur zwischen den Schülern, sondern auch zwischen den Lehrern statt.“

Nach der Rückkehr Ende Mai stehen die Nachbereitung des Auslandspraktikums sowie die letzten Prüfungen zur Fachoberschulreife für die 15 Jugendlichen an. Wolfgang Lübke hofft, dass seine Schüler durch dieses Praktikum sowohl für den Endspurt vor den Zeugnissen als auch für anstehende Bewerbungsgespräche motiviert sind: „Fünf Schüler haben bereits einen Ausbildungsvertrag als Elektroniker für Automatisierungstechnik oder Betriebstechniker in der Tasche. Für die restlichen zehn könnte dieser Austausch das entscheidende Plus im Lebenslauf darstellen.“



Belohnung führte nach Berlin

Die Klima-AG des Goldenberg Europakollegs überzeugt mit Klimaschutz-Projekt

Wesseling. „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ Sarah Rocklage (18) und ihre Mitschüler aus der Berufsfachschule für Labor- und Verfahrenstechnik haben sich lange auf ihre Klassenfahrt gefreut, denn der Bundestagsabgeordnete Detlef Seif hatte sie bereits im letzten Schuljahr nach Berlin eingeladen.

Die Klima-AG am Goldenberg Europakolleg, bestehend aus Schülerinnen und Schülern der Berufsfachschule für Labor- und Verfahrenstechnik, hatte im Sommer 2010 am Projekt Aktion Klima! teilgenommen. Im Rahmen des Aktionsprogramms „Klimaschutz in Schulen und Bildungseinrichtungen“ der Bundesregierung hatten die angehenden Labor- und Verfahrenstechniker untersucht, ob Heizenergie in ihrem Schulgebäude ungenutzt verloren geht. Der Bundestagsabgeordnete Detlef Seif, der die erfolgreiche Klima-AG zusammen mit dem Wesselinger Bürgermeister Hans-Peter Haupt besuchte, war von dem Enthusiasmus und der Entdeckerfreude der Schüler begeistert. Spontan lud er sie nach Berlin ein.

Zusammen mit Michael Nehls, Fachlehrer für Chemie- und Verfahrenstechnik und Organisator der Klima-AG, und Thomas Tischler, Chemielehrer, fuhr die Klasse im Frühjahr nach Berlin. Das Thema Klima ließ die Schüler auch dort nicht los, in der Hauptstadt wurde vor allem die politische Reichweite des Klimaschutzes und seine Auswirkungen auf eine nachhaltige Energieversorgung deutlich. So stellte sich Detlef Seif anlässlich eines Besuches des Bundestages den Fragen der Schüler. Der Bundestagsabgeordnete zeigte sich beeindruckt vom Wissensdurst der angehenden Labor- und Verfahrenstechniker: „Es ist eine willkommene Abwechslung, in einer Fragerunde auf Schüler zu treffen, die sich für naturwissenschaftliche Fragestellungen interessieren.“ Bei dieser Gelegenheit trafen die Schüler auch auf den ehemaligen Bundesforschungsminister Dr. Heinz Riesenhuber, der den Schülern von seiner ungewöhnlichen und ereignisreichen Laufbahn erzählte: „Als Diplom-Chemiker war ich in meiner aktiven Zeit im Bundestag schon ein Exot.“ Trotzdem bestärkte er die angehenden Fachabiturienten darin, ihre naturwissenschaftlichen Interessen weiter zu verfolgen, denn sie werden gebraucht, um die Folgen eines möglichen Klimawandels in Zukunft zu bewältigen.

Der rote Faden der Klassenfahrt zog die Jugendlichen am nächsten Tag nach Potsdam ins Institut für Klimafolgenforschung. Dort erhielten sie einen Einblick in die aktuelle Klimaforschung und diskutierten über die Folgen des Klimawandels. Michael Nehls ist zufrieden mit dem Verlauf der Klassenfahrt: „Es ist uns gelungen, einen Bogen zu schlagen zwischen der Theorie in der Schule und den Anforderungen des Berufslebens.“ Motiviert für die Fachabitur-Prüfungen kamen die Schüler wieder in Wesseling an. Im Mai stehen schriftliche Prüfungen in Mathematik, Deutsch, Englisch und natürlich auch in Labortechnik an. Marco Gafka (18), sieht dem Fachabitur gelassen entgegen. Er ist froh, dass seine Klasse trotz Lernstress nach Berlin gefahren ist. „Nachdem ich die vielfältigen Aufgabenfelder, welche die Naturwissenschaften bieten, hier kennen gelernt habe, bin ich besonders froh, dass ich mich vor zwei Jahren für diesen Bildungsgang entschieden habe.“ Sarah Rocklage, die bereits einen Ausbildungsplatz als Chemielaborantin bei den Düsseldorfer Stadtwerken in der Tasche hat, stimmt zu: „Mit Fachabitur und abgeschlossener Ausbildung stehen mir viele Wege offen. Sogar ein Studium kann ich noch aufsatteln.“

Schülerinnen und Schüler, die sich nach ihrer Fachoberschulreife für wissenschaftliches Arbeiten vor allem in der Praxis interessieren, können sich am Goldenberg Europakolleg in Wesseling informieren. Eine Gelegenheit, in das Schullabor hineinzuschnuppern und einen Tag am Unterricht der Labor- und Verfahrenstechniker teilzunehmen, besteht noch bis zu den Sommerferien.

Kontakt:

Goldenberg Europakolleg
Standort Wesseling
Gartenstraße 16
50389 Wesseling
(0 22 36/9 43 96-0)



Erfolgreiche Blutspendeaktion des DRK in Hürth

Mitte März fand eine Blutspendeaktion des DRK am Goldenberg Europakolleg statt. Die Schülerinnen und Schüler kamen dem Aufruf des Deutschen Roten Kreuzes in großer Zahl nach und spendeten Blut.

Nur vier Monate nach der letzten Blutspendeaktion baute das Team des DRK-Blutspendedienstes Breitscheid erneut ihre Liegen und Instrumente in den Klassenräumen der Hürther Schule auf. Diesen schnellen Folgetermin begründet Petra Klostermann vom DRK-Blutspendedienst West, die 2004 die Blutspendeaktion am Goldenberg Europakolleg ins Leben rief: „Mit unserem letzten Besuch im November erreichten wir 110 Spender, darunter viele Erstspender, das war ein sehr gutes Ergebnis. Da die Schüler im Goldenberg Europakolleg ein Bewusstsein für die Notwendigkeit der Blutspende haben und viele bereit sind, mit ihrer ersten Spende eine kleine Heldentat zu vollbringen, liegt es nahe, Notwendigkeit und Bereitschaft mit einer Blutspendeaktion zusammenführen – zumal zwischen zwei Blutspenden, für Männer und für Frauen, nur 56 Tage liegen müssen“, erklärt Petra Klostermann.

Den Einschätzungen des DRK zufolge sind 80 % aller Bundesbürger einmal in ihrem Leben auf eine Blutkonserve angewiesen. Da Blut nicht künstlich hergestellt werden kann, sind erkrankte Personen und Unfallopfer darauf angewiesen, dass gesunde Menschen ihr Blut spenden. Dies tun momentan knapp 3 % der Bevölkerung. Jedes Jahr scheiden allerdings viele langjährige Spender, die durchschnittlich drei bis viermal im Jahr ihr Blut gegeben haben, aus unterschiedlichen Gründen aus. „Deshalb ist es besonders wichtig, junge Menschen anzusprechen und dauerhaft als Blutspender zu mobilisieren,“ so Petra Klostermann.

Der stellvertretende Schulleiter Karl-Wilhelm Friedrich nennt einen weiteren Grund für den schnellen Folgetermin: „Durch den Blockunterricht unserer Berufsschüler konnten wir mit diesem Termin weitere Schüler des Goldenberg Europakollegs erreichen und für eine Blutspende gewinnen. Berufsschüler, die bereits im Berufsleben stehen, entwickeln schnell gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein, weil sie sich als Teil der Gemeinschaft sehen.“ Das sieht auch Petra Klostermann so, denn unter den teilnehmenden Schülern befand sich wieder eine erfreuliche Zahl an Erstpendern. „Es haben auch dieses Mal wieder genau 110 Schüler Blut gespendet, von denen 65 Erstspender waren, die mit ihrem roten Lebenssaft Leben retten. Ein tolles Ergebnis“, schwärmt Klostermann. Und wünscht sich, dass diese jungen Helden ihr Engagement für die Blutspende beibehalten, denn Blut lässt sich nicht künstlich herstellen. Allein in Nordrhein-Westfalen müssen täglich rund 3.700 Menschen Blut spenden, damit die Versorgung der Krankenhäuser und Arztpraxen gesichert ist.



Skifreizeit der Technischen Assistenten zum Speikboden in Südtirol

In der Woche vor Karneval verbrachten die Jahrgangsstufen 11 des Bildungsganges "Staatlich geprüfte Assistenten für Konstruktions- und Fertigungstechnik" ihre Unterrichtszeit einmal anders: Für sieben Tage wurde der Unterricht zum Skigebiet "Speikboden" in Südtirol ausgelagert und statt Maschinenbautechnik und Mathematik standen Ski- und Snowboardkurse auf dem Programm. Bei überwiegend strahlendem Sonnenschein und viel frischer Luft waren alle bei der Sache und hatten augenscheinlich viel Spaß! So kann man sagen: Die Klassenfahrt war ein voller Erfolg!



Kia ora Goldenberg

Die Goldenberger Abiturientin Franziska Ludemann (19) ist ein halbes Jahr lang in Neuseeland unterwegs. Ausgelöst wurde ihr Fernweh durch den dreiwöchigen Finnlandaustausch, den ihre Klasse (GTA) im Rahmen des Leonardo-da-Vinci-Mobilitätsprogramms durchführte. Hier ist ihr Bericht:

Ich bin dann mal weg...

... so ähnlich lauten die Gedanken, die momentan in meinem Kopf herumschwirren.

Was der Grund ist?

Ende November habe ich mich auf ein Abenteuer begeben, das ich vor einem Jahr wahrscheinlich noch nicht angetreten hätte. Dieses Abenteuer nennt sich „Work & Travel“ am anderen Ende der Welt in Neuseeland. Lange Zeit hatte ich überlegt, ob ich das wirklich machen soll. Ich bin normalerweise nicht der Typ dafür, ganz alleine irgendwo hinzufahren. Doch schließlich wurde mir eine Möglichkeit gegeben. Mit meiner Schule, dem Goldenberg Europakolleg, konnte ich für drei Wochen ins Ausland fahren und in einer mir vollkommen fremden Umgebung arbeiten.

Gesagt, getan. Im März 2009 flog ich mit einigen Klassenkameraden nach Helsinki in Finnland. Nach einem ereignisreichem Wochenende ging es weiter nach Kouvola, wo die Partnerschule des Goldenbergs liegt. Die erste Woche verbrachten wir mit kunstgewerblichen Workshops. Danach lernten wir unsere Gastfamilien kennen und stellten uns bei den Praktikumsbetrieben vor.

Alles in allem hab ich diese drei Wochen genossen. Ich kann wirklich sagen, ich bin um einige Erfahrungen reicher geworden. Mein Englisch verbesserte sich immer mehr und auch mein Entschluss, nach Neuseeland zu gehen, reifte immer mehr. Schließlich buchte ich meinen Trip nach Neuseeland über eine Organisation und wartete auf den Tag der Abreise.

Meine Ankunft im warmen Auckland zur Winterzeit war klasse. Die Kiwis, sprich die Neuseeländer, sind richtig gelassen und freundlich. Um mich für das neuseeländische Englisch zu wappnen, habe ich erst einmal einen Sprachkurs absolviert; beim Einstufungstest erreichte ich die „Advanced Class“, das höchstmögliche Level. Zwei Jahre Leistungskurs Englisch zahlen sich also aus.

Die Fotos zeigen einmal die Aussicht vom Mount Eden, dem höchsten Berg und gleichzeitig Vulkan von Auckland, und gleichzeitig die Skyline der Stadt. Auf dem anderen Bild ist Cape Reinga, der nördlichste Punkt von Neuseeland, zu sehen.

Wie ich Weihnachten gefeiert habe? Ich war in einer kleinen Stadt namens Kerikeri, im Norden von Neuseeland. An Heiligabend sind wir mit allen Leuten, die in meinem Hostel gewohnt haben, zum Strand gefahren und haben dort den Nachmittag verbracht und Muscheln gefangen. Am ersten Weihnachtstag, dem eigentlichen Weihnachtsfeiertag in Neuseeland, hat jeder ein spezielles Gericht aus seinem Land gekocht für unser internationales „Christmas dinner“. Dank des guten Wetters konnten wir anschließend draußen Kricket spielen.

Im Moment bin ich in Rotorua, einer Stadt, in der es sehr viele geothermale und sogar Vulkanaktivitäten gibt. Und man merkt es auch richtig, denn manchmal riecht man den Schwefel, der durch die Luft geistert.

Ich war auch schon in einem marae, einem Gemeinschaftshaus der Maori, und habe dort eine volkstümliche Vorführung gesehen und sogar übernachtet. Den „Kite poi“ habe ich gelernt, einen Tanz, bei dem man einen Ball an einer Schnur im Takt hin und herschwingt. Die Jungens haben den „haka“ gelernt, eine Art Kriegstanz, der die Feinde abschrecken soll und den man vor den Spielen der All Blacks, der neuseeländischen Baseballmannschaft bewundern kann.

Ich bin froh, diese Erfahrung in Neuseeland machen zu können. Ohne meine positiven Erlebnisse mit den Goldenbergern in Finnland, hätte ich diesen Schritt vielleicht nicht so schnell gewagt.


Berufliche Orientierungshilfe am Goldenberg Europakolleg

Im Januar und Februar 2011 wurden wir – alle Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule für Labor- und Verfahrenstechnik in Wesseling – durch Klaus Ryschka, Berufsberater bei der Bundesagentur für Arbeit in Brühl, persönlich beraten. Auf Grund einer Initiative der Bildungsgangleiterin Jutta Ferner kam Klaus Ryschka fünf Tage lang in die Wesselinger Schule und nahm sich für jeden Schüler ausreichend Zeit für seine Berufsberatung. Auch bei der Durchsicht unserer Bewerbungsunterlagen war er behilflich und konnte uns wertvolle Tipps geben.

Die Berufsberatung wird er ab jetzt regelmäßig an unserem Berufskolleg durchführen und zwar in der Unterstufe nach den Halbjahreszeugnissen und zu Beginn der Oberstufe. Somit können wir uns rechtzeitig professionell bewerben oder auch alternative berufliche Wege einschlagen.

Vielen Dank für die Organisation und Beratung!

BFTU1, BFTU2 und BFTA





Wir gratulieren Eberhard Asselmann

Ernennung zum Ehrenmeister
Die Maler- und Lackiererinnung Rhein-Erft hat Studiendirektor Eberhard Asselmann Ende 2010 zum Ehrenmeister der Innung ernannt. Einstimmig hatten die Mitglieder dieser Ernennung zugestimmt.
Die Ernennungsurkunde überreichten Obermeister Wolfgang Rattay und sein Stellvertreter Ralph Bussmann im Heinrich-Nagel-Saal in Frechen. Seit 1980 schon unterrichtet der Diplom-Ingenieur des Fotoingenieurswesen unter anderem den Maler- und Lackierernachwuchs sowie die Bauten- und Objektbeschichter am Goldenberg Europakolleg. Einige Jahre lang war er zudem stellvertretender Vorsitzender des »Arbeitskreises Schulen« beim Landesinnungsverband Nordrhein des Maler- und Lackiererhandwerks. Eberhard Asselmann engagiert sich als Mitglied der Prüfungsausschüsse sowohl der Maler- und Lackierer wie auch der Schilder- und Lichtreklamehersteller.

Meisterbrief. Service-Magazin der Kreishandwerkerschaft Rhein-Erft und der Baugewerks-Innung Köln/Rhein-Erft-Kreis. Nr. 4., Dezember 2010



Blockplan "Industrie"

Klicken Sie bitte auf den folgenden Link, um die aktuelle Übersicht des Blockunterrichts für die Bildungsgänge
Industriemechaniker
Mechatroniker
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Chemielaboranten
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Blockplan Industrie 2011/2012
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